18. Mann und Weib im Lichte der Geisteswissenschaft
Wenn wir gute Beobachter sind, sehen wir bei dem Manne, der für die sinnliche Anschauung männliche Eigenschaften zeigt, gerade auch entgegengesetzte Eigenschaften auftreten. Wenn bei der Frau die entsprechenden Eigenschaften sich zeigen, dann treten sie mit einem bestimmt männlichen Charakter auf. Weil bei jedem Manne im Ätherleib weibliche Eigenschaften sind und bei jeder Frau männliche Eigenschaften, so sind diese Bezeichnungen, «männlich», «weiblich», ihrer sinnlichen Bedeutung nach nicht erschöpfend. Wer glaubt, dass, wenn man den physischen Leib des Menschen kennt, man alles vom Menschen weiß, der wird es nicht erklären können, warum man bei der Frau bald Zornmütigkeit, bald Ergebenheit findet.
Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/68d/1908-02-03/p024.json
Cite:
Cite:
GA 68d/1908-02-03/p024 · edition original