21. Das Gesundheitsfieber im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1908-02-27/p013 ·1908-02-27 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Wie aber verträgt sich diese Einstellung mit der Lehre von der Askese, wie man sie etwa der Theosophie vorwirft? Die Theosophie wird ganz falsch verstanden, wenn man meint, sie predige die Kasteiung. Der Theosoph kasteit sich nicht; im Gegenteil, er würde sich kasteien, wenn er all den gesellschaftlichen Rummel mitmachen müsste, zum Beispiel sich zum Diner setzen oder ins Tingeltangel gehen. Vor der richtig verstandenen Theosophie ist es Unsinn zu sagen, es werde dem Menschen dies und das vorgeschrieben, dass er so oder so leben müsse. Die Theosophie hat in diesem Sinne keine Dogmen und keine Agitation für den Vegetarismus. Indessen kommen einzelne Theosophen durch ihre Gefühle und Empfindungen dazu, kein Fleisch zu essen.

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