25. Mann, Weib und Kind vom Standpunkte der Geheimwissenschaft
Weininger baut auf dem Boden ernster und exakter Wissenschaft, auf den Methoden moderner Forschung, dass es im männlichen und weiblichen Geschlecht eine Art von Polarität gibt, eine Art idealen männlichen und weiblichen Typus, die uns aber in der Praxis nie begegnen, denn in der Tat findet man beim Individuum immer, sowohl beim Mann einen verborgenen weiblichen als auch bei der Frau einen verborgenen männlichen Teil. Weininger stellt dieses Ganze jedoch auf eine stoffliche, materialistische Grundlage. Er erweckt geradezu die Ansicht, als ob in der weiblichen organischen Substanz ein Teil männlichen Stoffs beigemischt sei und umgekehrt.
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GA 68d/1908-11-18/p023 · edition original