26. Das Geheimnis der Menschlichen Temperamente
Der Mensch ist für die geisteswissenschaftliche oder, sagen wir, theosophische Betrachtung, wie wir oftmals hier erwähnen konnten, ein sehr mannigfaltig zusammengesetztes Wesen, und wir verstehen ihn nur dann, wenn wir nicht nur die Außenseite seiner selbst, dasjenige bloß betrachten, was Augen schen und Hände tasten, was überhaupt die äußeren Sinne wahrnehmen können, was der menschliche, an das Gehirn gebundene Verstand zergliedern kann, sondern wir können nur dann hoffen, den Menschen voll zu verstehen nach und nach, wenn wir auch die übersinnlichen Glieder der menschlichen Natur ins Auge fassen. Und da es oftmals schon gesagt worden ist, welche die Glieder der menschlichen Natur sind, so brauchen sie heute nur kurz erwähnt zu werden, soweit wir das brauchen, um dann einzutreten in die Betrachtung der menschlichen Temperamente.
Cite:
GA 68d/1908-12-15/p006 · edition original