26. Das Geheimnis der Menschlichen Temperamente

GA 68d/1908-12-15/p013 ·1908-12-15 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Nun haben wir allerdings noch eine Aufgabe nach dem Tode. Wir müssen eine Art von Probezeit, eine Zeit des Abgewöhnens durchmachen. Sie können sich diese Zeit am besten vorstellen, wenn Sie von einer einfachen Erwägung ausgehen, wenn Sie sich sagen: Der Astralleib des Menschen ist der Träger von Lust und Leid, von Trieben, Begierden, allen Genüssen. Nicht der physische Leib ist der Träger derselben; der gibt nur die Instrumente zum Genießen. Der Genuss selbst liegt im Astralleib. Den Astralleib nehmen Sie aber mit nach dem Tode. Er ist unmittelbar nach dem Tode gerade so, wie er im Leben war. Nehmen wir an, der Mensch sei ein Feinschmecker gewesen. Nach dem Tode hat er seinen Astralleib noch; der sehnt sich immer nach den leckeren Bissen. Es besteht aber keine Möglichkeit, diesen Genuss zu befriedigen. Er lässt sich nur befriedigen, wenn man einen Gaumen hat. Der physische Leib ist abgelegt, so lechzt der Astralleib nach dem Tode nach den Genüssen vom Leben. So ist es mit alledem, das nur durch physische Werkzeuge befriedigt werden kann. Das muss alles in einer gewissen Zeit abgewöhnt werden.

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