26. Das Geheimnis der Menschlichen Temperamente

GA 68d/1908-12-15/p020 ·1908-12-15 · original (original)
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Wie wird die Übereinstimmung geschaffen zwischen dem, was aus der geistigen Welt kommt, und dem, was innerhalb der Vererbungslinie liegt und beschlossen wird durch Worte wie Volk, Familie? Wie wird ein Ausgleich geschaffen? Dieser Ausgleich kann nur dadurch geschaffen werden, dass den Eigenschaften, welche den Menschen auszeichnen, insofern er einer Rasse, einem Stamm, einer Familie angehört, dass diesen andere, ihnen ähnliche entgegentreten und sich mit den von unten stammenden zusammengliedern. Würden wir nur die Automaten sein, die sich in der Vererbungslinie fortpflanzen, so würden wir sagen: So sind wir. — Wir schauen hinauf die Ahnenreihe und finden die Eigenschaften, die in unserem physischen und Ätherleibe sind, in den Vorfahren. Nicht nur die Nasen- und Stirnbildung, Haarfarbe und Physiognomie finden wir bei den Ahnen, sondern auch innere Eigenschaften, die schon hart an dasjenige heraufgehen, was man umschreiben kann mit dem Worte «moralisch>», vererben sich. Es gibt Begriffe, zum Beispiel über Empfindungen und Gefühle, die in dieser Familie oder jener Rasse oder jenem Stamme heimisch sind. Wie pflanzen sich die fort? Würde die Fortpflanzung bloß von physischem Leibe zu physischem Leibe gehen, dann würden sich die Menschen nur in Bezug auf diesen ähnlich sein. Dass sie auch in solchen Eigenschaften, welche Charaktereigenschaften eines Stammes sind, übereinstimmen, das rührt davon her, dass ein Ätherleib zu demjenigen gehört, was sich ebenfalls durch die Generationen hindurch fortsetzt. Und wie der physische Leib von unten herauf auf den Ätherleib zurückwirkt, welche Eigenschaften der physische Leib von unten herauf dem Ätherleibe aufprägt, nachdem er gebildet ist, das werden die Rasseneigentümlichkeiten. Ursprünglich ist der physische Leib entstanden wie durch eine Art Verdichtung des Ätherleibes. Wenn er aber da ist, so nimmt er die Eindrücke auf der Außenwelt. Die wirken wieder zurück auf den Ätherleib, und soweit sie zurückwirken, übertragen sie sich innerhalb der Vererbungslinie. So ist der Ätherleib eines jeden Menschen dadurch, dass Letzterer sozusagen ein Nachkomme irgendeines Ahnen ist, mit ganz bestimmten typischen, schablonenhaften, eben Rasseneigentümlichkeiten ausgestattet.

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