26. Das Geheimnis der Menschlichen Temperamente

GA 68d/1908-12-15/p026 ·1908-12-15 · original (original)
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Von den Temperamenten haben wir gesehen, dass sie im Ätherleib ihren besonderen Ausdruck haben. Durch diesen Ausgleich, der da geschieht zwischen dem, was von oben beim Herunterstieg des Menschen hineingeprägt wird in den Ätherleib, und dem, was von unten an bestimmten Eigenschaften in den Ätherleib hineinkommt, entsteht das Temperament. Wenn nun der Mensch einen so gearteten physischen Leib in einer bestimmten Inkarnation hat, dass dieser physische Leib einen stärkeren Eindruck auf den Ätherleib macht als der Astralleib und das Ich, wenn der überwiegende Einfluss vom physischen Leib ausgeht, dann bildet sich im Menschen das, was man das melancholische Temperament nennt. Durch die Eigenart, wie der heruntergehende Astralleib wirkt, weil er sozusagen nicht vollständig Herr wird über die Gesetze des physischen Körpers, wirkt dieser physische Leib mit all seiner Schwere auf den Ätherleib zurück, und dadurch entsteht das melancholische Temperament. Insbesondere muss es ja bei dem Menschen dasjenige im physischen Leibe sein, was das physische Instrument des Denkens, des Geisteslebens überhaupt ist, was da zurückwirkt im melancholischen Temperament auf den Ätherleib, auf die ganzen Lebensverhältnisse des Menschen. Daher wird derjenige, der sozusagen durch seinen Astralleib und sein Ich nicht Herr wird über das physische Gehirn, über das, was sonst physisches Instrument für die Gedanken ist, er wird unter der Gewalt seiner Gedanken stehen. Dazu zwingt der physische Leib den Ätherleib, dass der Mensch nicht Herr wird über seine Gedanken, sondern von diesen beherrscht wird.

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