28. Die Temperamente im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1909-01-09/p009 ·1909-01-09 · original (original)
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Da sehen wir, wie dieser große Menschenkenner Goethe bis in die moralischen Eigenschaften des Menschen hineinweisen muss, wenn er auf die vererbten Eigenschaften hinweisen will. Mit dem fließt zusammen dasjenige, was unsere eigene Natur ist. Das ist die andere Strömung, in die der Mensch hineingestellt wird, von der die heutige Zeitkultur nicht viel wissen will. Die Geisteswissenschaft zeigt uns, was mit dem, was in der Vererbungslinie uns gegeben ist, zusammenfließt; sie führt uns hin vor die große Tatsache der sogenannten Wiederverkörperung — Reinkarnation —, und des Karmas. Sie zeigt uns, wie sich der innerste Wesenskern des Menschen verbindet mit etwas, was von der Vererbungslinie gegeben wird. Für den Geisteswissenschaftler umhüllt diesen Wesenskern mit äußeren Hüllen dasjenige, was aus der Vererbungslinie stammt. Und wie wir für die Eigenschaften des Menschen, die zu seinem Äußeren gehören, zurückgehen müssen zu Vater und Mutter, so müssen wir, wenn wir des Menschen innerstes Wesen begreifen wollen, zu etwas ganz anderem zurückgehen, zu einem früheren Leben des Menschen.

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