28. Die Temperamente im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1909-01-09/p010 ·1909-01-09 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Ein jeglicher Mensch hat, wenn er ins physische Leben eintritt, eine Reihe von Leben hinter sich. Und dies hat nichts zu tun mit dem, was in der Vererbungslinie liegt. Wir müssten mehr als Jahrhunderte zurückgehen, wenn wir untersuchen wollten, welches sein früheres Leben war, wenn er durch die Pforte des Todes durchgegangen ist. Nachdem er durchgegangen war, lebt er in anderen Daseinsformen in der geistigen Welt. Und wenn wieder der Zeitpunkt gekommen ist, ein Leben in der physischen Welt zu durchleben, dann sucht er sich sein Elternpaar. Und ein jeder Mensch bringt sich aus seinem früheren Leben gewisse Eigenschaften seines Lebens mit. Gewisse Eigenschaften, seine Schicksale, bringt sich der Mensch bis zu einem gewissen Grade mit. Nachdem er diese oder jene Tat verrichtet hat, ruft er die Gegenwirkung hervor und fühlt sich so von neuen Leben umgeben. So bringt er sich aus früheren Verkörperungen einen inneren Wesenskern mit und umhüllt ihn mit dem, was ihm durch die Vererbung gegeben wird.

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