28. Die Temperamente im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1909-01-09/p028 ·1909-01-09 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Es kann dies hier nur alles angedeutet werden; aber es wird uns das Leben des Menschen viel, viel verständlicher, wenn wir so arbeiten sehen den Geist in die Formen hinein, wie das Äußere des Menschen ein Ausdruck werden kann seines Inneren. Sehen wir nicht, wie alles Große im Leben gerade durch die Einseitigkeit der Temperamente bewirkt werden kann, wie diese in die Einseitigkeit ausarten können; macht uns nicht das Kind Sorge, weil wir sehen, dass das cholerische bis zur Bosheit, das sanguinische bis zur Flatterhaftigkeit, das melancholische bis zum Trübsinn et cetera ausarten kann? Wird nicht insbesondere in der Erziehungsfrage und auch in der Selbsterziehung die Kenntnis und Beurteilung des Temperaments von einem wesentlichen Werte sein für den Erzieher?

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