31. Gesundheitsfragen im Lichte der Geisteswissenschaft
Das soll nicht heißen, dass dem Kinde die Ungezogenheit nicht gestört werden soll; man soll nur einen richtigen Weg wählen. Zuerst handelt es sich darum, Lust zu schaffen, das heißt, man soll zuerst auf den Astralleib wirken. Auf dem Umwege von Lust und Unlust kommen wir zu dem, was nun von uns in der geeigneten Weise aufgenommen werden kann. Sehen Sie, wer heute unser soziales Leben betrachtet, der weiß, dass unzählige krankhafte Zustände damit zusammenhängen. Wir haben, wenn wir den menschlichen Organismus vor uns haben, den physischen Leib, den Ätherleib, den Astralleib und das Ich. Nehmen wir an, der Mensch hat eine Arbeit zu verrichten, die ihm gewohnheitsmäßig wird. Was geschieht da? Beteiligt sind an einer solchen Arbeit der physische Leib und der Ätherleib. Wenn dem Menschen etwas Gewohnheit wird, wenn er es macht sozusagen, weil er es machen muss, dann ist der Astralleib an der Sache nicht beteiligt. Schen Sie die zahllosen Menschen da oder dort sitzen und arbeiten, die kaum den Astralleib, höchstens durch Ärger und Unlust, beteiligt haben. Unter dem Einfluss solcher Verrichtungen geht ein Prozess vor sich, den wir nennen können einen Erstarrungsprozess des Astralleibes. Der Astralleib ist dann in einem gesunden Zustand, wenn er lebendig eingreifen kann in den physischen und Ätherleib. Wenn Sie den Astralleib starr und verhärtet gemacht haben, so ist das, als wenn Sie eine Maschine vor sich haben, die Sie nicht lenken können. Wenn der Ätherleib und der physische Leib ausschalten den Astralleib, ist er bei Verrichtungen nicht dabei, dadurch, dass er einen Widerstand findet, ist die Folge, dass ein solcher Mensch den Widerstand nicht nur als Krankheit empfindet, sondern als diese oder jene Krankheit hat.
Cite:
GA 68d/1909-03-06/p019 · edition original