{"corpus":"steiner","locus":"GA 69a/1913-02-16/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun beginnt man zu begreifen, daß es ein ganz Reales ist, was dem menschlichen Wesen als Geistiges zugrundehegt. Wenn man es einmal gesehen hat, wie man abgesondert sein kann vom Leibe, wie man nicht Macht hat über diesen Leib und doch ein Bewußtsein behält, so kommt man zum Begreifen von etwas anderem. Man begreift, daß dieses keimhaft doch etwas ist, das mitwirkt beim Aufbau des Leibes. Man betrachtet dann ganz richtig naturwissenschaftlich das Menschenleben so, wie man eine Pflanze wachsen sieht. Wenn ein [Lebewesen] mit den Wurzeln einer Pflanze geboren und mit ihrem Blühen sterben würde, hätte es keine Ahnung davon, daß der Keim, der sich in der Blüte ausbildet, wiederum einen Prozeß anfängt und daß man im Keime die ganze Pflanze zusammengezogen sich denken muß. Hat man einmal das menschliche Innere erkannt, dann versteht man den Ausspruch Goethes: Im Alter wird man Mystiker. - Das innere, reiche Seelenleben ist wie der Keim der Pflanze.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ergebnisse der Geistesforschung für Lebensfragen und das Todesrätsel","site_heading":null,"date":"1913-02-16","location":null,"word_count":155,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69a/1913-02-16/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69a/1913-02-16/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69a/1913-02-16/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}