IX. Moses, seine Lehre und seine Mission

GA 69b/1911-02-13/p004 ·1911-02-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Sehr verehrte Anwesende! Als ich vor einigen Wochen hier über die Gestalt des Zarathustra sprechen durfte, da sollte gezeigt werden, welche Bedeutung eine solche führende Individualität für das allgemeine Geistesleben der Menschheit hat. Wir dürfen sagen, in einem erhöhten Maße können wir diese Bedeutung bei einer Gestalt fühlen, deren Wirkungen in die unmittelbare Gegenwart noch so stark hereinragen, wie das bei der Gestalt des Moses der Fall ist. Denn wer wollte leugnen, daß ein groRer Teil unseres Empfindungs- und Gedankenlebens, ein großer Teil auch von dem, was durch unsere Gedanken die Einrichtungen und Verhältnisse unserer Umgebung ergreift, noch tief beeinflußt ist von den Nachwirkungen jener Taten in der Entwicklung der Menschheit, welche sich an den Namen Moses knüpfen. Obwohl wir fast eineinhalb Jahrtausende zurückgeführt werden vor die Begründung des Christentums, können wir sagen, daß bis in das Innerste unseres Seelengewebes hinein die Nachwirkungen dieser Tat zu spüren sind. Daher muß es für uns von tiefstem Interesse sein zu verstehen, was in der Evolution der Gesamtmenschheit gerade diese Mission, diese Lehre des Moses, zu bedeuten hat.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/69b/1911-02-13/p004.json
Cite: GA 69b/1911-02-13/p004 · edition original