IX. Moses, seine Lehre und seine Mission

GA 69b/1911-02-13/p021 ·1911-02-13 · original (original)
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Das ist etwas, was noch nachklingt in all den späteren mystischen Vorstellungen, die sich das, was hereinströmte in die Seele als Weisheit oder als Seelenlicht oder als Willensimpulse, als weiblich vorstellten: Das klingt auch noch nach in Goethes «Faust», wo es heißt: «Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan», was nicht frivol gedeutet werden darf. Und wenn uns gesagt wird, Moses sei mit den sieben Töchtern Jetros am Brunnen zusammengetroffen, dann bedeutet das, daß von Jetro die sieben Strahlen der Weisheit ausgingen und sich in die Seele des Moses ergossen — voneinander getrennt, wie das in der alten Psychologie eben überall gedacht wurde. Man dachte sich in diesen alten Zeiten die Weisheit, die geistigen Inspirationskräfte der Welt persönlich, konkret, nicht abstrakt, wie das heute der Fall ist.

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