IX. Moses, seine Lehre und seine Mission

GA 69b/1911-02-13/p022 ·1911-02-13 · original (original)
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Wir haben bei der Betrachtung des Zarathustra gesehen, wie das, was in den Menschen hereinfließt, von Zarathustra gedacht wird als konkrete Weltenmächte, als die Amshaspands und die Izeds oder Izards. Und da sehen wir den Fortschritt im Denken der Menschheit: Was in lebendiger Geistigkeit als mit persönlichem Charakter in die menschliche Seele hereinwirkend vorgestellt wurde, das verblaßt zum Beispiel schon in den platonischen Ideen. Die sieben verschiedenen Inspirationskräfte der Seele werden uns bildlich dargestellt in den sieben Töchtern des Hohepriesters, die Moses beim Brunnen antrifft. Und daß er dazu berufen ist, eine dieser Kräfte auszubilden, um seine spezielle Mission in der Menschheit anzutreten, wird dadurch angedeutet, daß er mit einer der sieben Töchter Jetros verheiratet wird. Und wir werden sehen, welche der sieben Grundkräfte gerade in die Mission des Moses fällt. Wir können diesen sieben Seelenkräften noch das ganze Mittelalter hindurch nachspüren, denn was uns in den sogenannten sieben freien Künsten als die Beleber der menschlichen Seele entgegentritt, das sind die verblaßten Abstraktionen der sieben alten Geistesquellen.

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