IX. Moses, seine Lehre und seine Mission
Diese sieben Geistesquellen, die in die Seele der einzelnen Menschen hineinfließen sollten, waren so gedacht, daß die eine sich mehr bezog auf das, was weisheitsvolles Verständnis der Welt war — natürlich auf die hellseherische Weisheit —, eine andere Geisteskraft mehr auf das, was liebevolles Umfassen der Tatsachen und Wesenheiten ist, eine dritte mehr auf die Willensimpulse, eine vierte auf das Gedächtnis und so weiter. Moses war nun zugedacht, von diesen sieben Geisteskräften eine in seine besondere Mission aufzunehmen und sie an die Stelle dessen zu setzen, was früher aus dem Gesamtborn der die Welt durchwebenden Weisheit die Menschheit beherrscht hat. Diese Geisteskraft ist die Intellektualität, es ist dasjenige Verstehen und Erfassen der Welt, das nicht mehr angewiesen ist auf Hellsichtigkeit, sondern auf die Kräfte des äußeren Verstandes.
Cite:
GA 69b/1911-02-13/p023 · edition original