{"corpus":"steiner","locus":"GA 69b/1911-02-13/p031","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wie standen denn diejenigen, für die Moses der Inspirator war, denen gegenüber, die noch aus der alten hellseherischen Kultur stammten? Wie standen die Anhänger des Moses, die er aus Ägypten herausführte, den Ägyptern gegenüber? Da müssen wir uns mit einigen Eigentümlichkeiten jener Seelenverfassung bekannt machen, welche die Menschen hatten, die unter dem Einfluß der alten hellseherischen Kultur standen und vielleicht bis zum heutigen Tage herein noch stehen. Es gibt immer Nachzügler, und das sind diejenigen, bei denen die Intellektualität zurückgeblieben ist. Um uns klar zu machen, wie da gewisse Seelenkräfte walten, möchte ich Sie zuerst - obwohl ich nicht Menschliches mit Tierischem vergleichen will - an gewisse Dinge bei den Tieren erinnern. Man spricht bei den Tieren von instinktiver Betätigung. Wir wollen das Wort Instinkt nicht weiter kritisieren; jeder weiß, was damit gemeint ist, nämlich dieses elementare, unmittelbare Wirken und Tun, wie wir es im Tierreich finden, das dem [zielgerichteten] menschlichen Handeln entgegensteht. Beim Menschen haben wir überlegtes Handeln, beim Tier kommen die Tätigkeiten aus Instinkten. Je mehr wir zurückgehen zur alten hellseherischen Verfassung, desto mehr wird für die Menschen das Handeln auch ein mehr instinktives. Sie werden geführt, getrieben zu ihren Handlungen; sie geben sich nicht erst Rechenschaft in Begriffen und Ideen. Wir finden in jeder alten Seelenverfassung auch ein gewisses instinktives Handeln.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"IX. Moses, seine Lehre und seine Mission","site_heading":null,"date":"1911-02-13","location":null,"word_count":214,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69b/1911-02-13/p031","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69b/1911-02-13/p031"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69b/1911-02-13/p031","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}