IX. Moses, seine Lehre und seine Mission

GA 69b/1911-02-13/p039 ·1911-02-13 · original (original)
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Und wenn wir zurücksehen auf die Hermeskultur Altägyptens mit ihrer wunderbaren, alten hellseherischen Kultur, so sehen wir, wie sie zwar berufen ist, in ihrem Schoße die nicht mehr hellseherische Moses-Kultur zu tragen, daß sie selbst aber untergehen muß, weil die Uhr der Weltentwicklung nun auf die Intellektualität gestellt ist. Und das ist die Bedeutung des Christus-Ereignisses, daß mit ihm und dem Mysterium von Golgatha in die intellektuelle Entwicklung wiederum ein so gewaltiger spiritueller Stoß gekommen ist - ein so gewaltiger geistiger Impuls -, daß nach und nach, wenn sich die intellektuell gewordene Menschheit immer mehr einlebt in das Christus-Ereignis, durch diesen gewaltigen spirituellen Impuls auch das Intellektuelle aufgesogen werden kann aufgefangen werden kann von dem, was wiederum in das geistige, in das hellseherische Gebiet hineinführt und die Intellektualität in dieses Gebiet hineinträgt. Wir fühlen uns - um noch einmal darauf hinzuweisen — heute deshalb noch immer so berührt von der Bedeutung des Moses-Ereignisses, weil wir ja selber noch in dem Zeitalter der intellektualistischen Kultur drinnenstehen und erst wie in einer fernen Perspektive eine neue Spiritualität und eine neue Mission erblicken.

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