II. Christus und das zwanzigste Jahrhundert

GA 69c/1912-02-22/p007 ·1912-02-22 · original (original)
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[Aus der Sicht der Gnosis] sind die Menschen teils mehr, teils weniger fortgeschritten. Als den höchsten, als den hervorragendsten Menschen in der Erdenentwicklung verehrte die Gnosis Jesus von Nazareth. Was bei ihm im dreißigsten Jahre geschehen ist, können wir charakterisieren, ohne die Menschen zu schockieren: Ein Mensch wächst heran, zeigt diese oder jene Entwicklung, bis zu einem gewissen Zeitpunkt im Leben, wo ein Bruch, etwas ganz Neues ins Seelenleben eintritt, was gar nicht vorbereitet schien. Manche stellen das als etwas Unmögliches dar, aber es gibt im Menschenleben Umschwünge, radikale Brüche. Solch einen Umschwung - im höchsten Maße gesteigert - denke man sich. Auch wenn [nur] im Kleinsten dieser Umschwung gemacht wird, fühlt sich der Mensch wie ein neues Wesen, das er vorher nicht war. [Von einem solchen Umschwung gehen die Gnostiker aus, wenn sie davon sprechen, was bei Jesus von Nazareth im dreißigsten Jahre aufgetreten ist.]

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