Von Jesus zu Christus

GA 69c/1913-11-15/p010 ·1913-11-15 · original (original)
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In Bezug auf einen der Gesichtspunkte, den wichtigsten in unserer heutigen Frage, ist eine Verständigung mit dem Denken der Gegenwart außerordentlich wichtig. Auf dem Gebiete der Naturwissenschaft gibt man ja zu, dass es nicht genügt, wenn man nur die einzelnen Vorgänge der Natur registriert, wenn man sie sozusagen nur erzählt, sie anführt, man gibt zu, dass der Naturforscher fortschreiten muss von der Erzählung, von der Registrierung zu den Gesetzen, die ganz gewiss selbstverständlich unsichtbar die Erscheinungen gleichsam durchleben und durchweben. Ein Naturgesetz selbst ist etwas, was man erlangt, wenn man sich in die Erscheinungen der Sinneswelt vertieft, wenn man sie nicht einfach erzählt, nicht einfach beschreibt, sondern wenn man versteht, sie gegenseitig zueinander in Beziehungen zu bringen, sodass diese ihre innere Gesetzmäßigkeit aussprechen. So weit geht man aber nicht einfach in Bezug auf dasjenige, was Geschichte wird, was als Geschichte entsteht. Und deshalb kann man nicht leicht Verständnis finden, wenn man die naturwissenschaftliche Methode gewissermaßen nur auf das Geistige in dem Geschichtlichen überträgt.

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