Von Jesus zu Christus

GA 69c/1913-11-15/p014 ·1913-11-15 · original (original)
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Die Geisteswissenschaft steht ja auf diesem Standpunkt, den Sie ja bereits kennen und wie es schon in anderen Vorträgen hier gezeigt wurde: Wenn der Mensch eintritt in dieses physische Erdendasein, dann ist das, was ihn zusammensetzt, was ihn ausmacht, nicht bloß gegeben durch das, was von Vater und Mutter kommt, was überhaupt von den Ahnen vererbt ist, sondern der Mensch kommt nach dem geisteswissenschaftlichen Standpunkte mit seinem Geistig-Seelischen zu seinem Erdendasein herab aus einem geistigen Leben, und verbindet sich gesetzmäßig — mit dem, was wir von Vater und Mutter haben. Geisteswissenschaft steht auf dem Boden, dass es das Geistig-Seelische ist, welches mitarbeiter an der ganzen Gestaltung des körperlich-leiblichen Wesens - wenn wir sehen, wie ein Kind heranwächst in das Sinnesdasein, wenn wir diese wunderbaren Mysterien des werdenden Menschen anschauen, wie aus den zuerst unbestimmten Gesichtszügen die bestimmteren werden, aus den ungeschickten Bewegungen die geschickteren und so weiter. Da zeigt uns die Geisteswissenschaft, wie das aus der geistigen Welt herauskommende Wesen das SubstanziellLeibliche erfasst, wie es daran arbeitet - plastizierend, ausgestaltend.

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Cite: GA 69c/1913-11-15/p014 · edition original