{"corpus":"steiner","locus":"GA 69c/1913-11-15/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun zerfällt dieses menschliche Leben tatsächlich in ein absteigendes und ein aufsteigendes Leben - und wieder in ein absteigendes. Und man kann sich ja leicht überzeugen, dass um das fünfunddreißigste Jahr herum, zwischen dem dreißigsten und dem fünfunddreißigsten Jahr, eine Art Mittelpunkt des menschlichen Erden lebens [sich] findet. Es ist bis zu diesem fünfunddreiRigsten Jahre tatsächlich ein immer weitergehendes, [sich] aus dem Geistig-Seelischen herausarbeitendes Menschenwesen, das heruntersteigt, um sich mit dem Leiblich-Körperhaften zu verbinden. Geisteswissenschaft steht — es dürfte ja hier schon wiederholt hervorgehoben worden sein — auf dem Boden der wiederholten Erdenleben. So können wir unter Umständen von unserem jetzigen Leben zurückblicken in frühere Erdenleben. Die Art, wie wir uns aus unserem Geistig-Seelischen heraus, mit dem wir hinuntersteigen zum Physisch-Körperhaften, unsere leibliche Organisation selber zubereiten, wie wir uns unser Schicksal gestalten - das ist alles mitbedingt durch dasjenige, was wir in früheren Leben uns erarbeitet haben, was wir in früheren Leben uns erworben haben. Die genauere geisteswissenschaftliche Untersuchung zeigt nun, dass wir während des ganzen aufsteigenden Lebens bis in die dreißiger Jahre hinein unmittelbar noch arbeiten an unserem physischen Körper, an der Zimmerung unseres Schicksals; wir erhalten Früchte, die wir aus dem Geistigen, das heißt auch, aus dem früheren Erdenleben, in dieses Leben mit hineintragen. Während wir nun unser physisches Erdendasein erleben, während wir uns mit der Außenwelt in Verbindung bringen und so unsere Seele vorwärtsführen, haben wir geistig-seelische Erlebnisse und Erfahrungen. Diese geistig-seelischen Erlebnisse und Erfahrungen bilden in uns eine Art geistigseelischen Wesenskern. Ungefähr nach dem dreißigsten Jahre - gegen das fünfunddreißigste Jahr zu - haben wir in einer gewissen Weise unser Leben, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf, so arrangiert, dass wir in diesem Leben im Wesentlichen so drinnenstehen, wie es den geistigen Ursachen entspricht, die wir in dieses gegenwärtige Erdenleben mitbrachten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Von Jesus zu Christus","site_heading":null,"date":"1913-11-15","location":null,"word_count":295,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69c/1913-11-15/p015","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}