Von Jesus zu Christus

GA 69c/1913-11-15/p016 ·1913-11-15 · original (original)
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Von dieser Lebensmitte an, von einer Zeit, die zwischen dem dreißigsten und dem fünfunddreißigsten Jahr liegt, wird unser geistig-seelischer Kern - das heißt dasjenige, was wir in unserem gegenwärtigen Leben erarbeiten - so, dass er dann für den Rest unseres Lebens in uns lebt, wie die Kräfte des neuen Pflanzenkeimes in der Pflanze leben, wie sie in ihr leben, auch wenn die Blätter welk werden und abfallen, und wie diese Kräfte des neuen Pflanzenkeimes die Pflanze überleben, um das Ende der Pflanze mit dem Anfang eines neuen Pflanzenkeimes zu verbinden. So leben wir während unseres ganzen Lebens, aber so, dass von unserem dreißigsten bis fünfunddreiRigsten Jahre an die geistig-seelischen Kräfte die Vorherrschaft ausüben - die geistig-seelischen Kräfte, die wir uns in unserem Leben erarbeiteten. Auch dann, wenn unser Sinnesleben in der zweiten Hälfte abwärtsgeht, wenn unsere Haare erbleichen, wenn die Haut sich runzelt, wenn dieses äußere Leben sich vergleichen lässt mit einem hinwelkenden Pflanzenleben, dann wird immer stärker und stärker, immer kräftiger und kräftiger dasjenige, was sich gewissermaßen bei der Geburt vorbereitete, was sich aber während der ersten dreißig Jahre des menschlichen Lebens wie eingeschlossen, verborgen hielt; was wir mitgebracht haben von unserem früheren Dasein, das wird immer kräftiger und kräftiger und geht durch die Pforte des Todes hindurch, lässt den irdischen Leib von sich fallen, gleich wie die Pflanze die Blätter fallen lässt, geht in die geistige Welt über, um sich auf ein neues Dasein vorzubereiten. Dadurch haben wir auf einen wichtigen Lebenspunkt hingewiesen; [wir haben darauf hingewiesen, ] wie wir von den frischen Lebenskräften der Jugend - die von den vorgeburtlichen Leben kommenden geistig-seelischen Kräfte - gewissermaßen zu denken haben, [wir haben darauf hingewiesen,] wo diese sozusagen an ihrem Wendepunkte stehen, wo die äußeren physischen Kräfte zu welken beginnen und wir auf der Erde ein Leben führen, pflegend den neuen, den geistig-seelischen Keim, der durch die Pforte des Todes schreitet, um in die geistige Welt einzudringen und [verhältnismäßig] bald wieder zu einem neuen Erdenmenschen zu werden.

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Cite: GA 69c/1913-11-15/p016 · edition original