{"corpus":"steiner","locus":"GA 69c/1913-11-15/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Auf diese zweifache Art wurden alle Erkenntnisse erlangt, die im Altertum zu Erkenntnissen der Menschheit geworden sind. Was war damals notwendig? Notwendig war in diesen alten Zeiten, dass die Menschheit gleichsam frische Kräfte bekam, durch die sie zur aufsteigenden Entwicklung gebracht wurde — notwendig war es, weil sie bei ihrer Menschheitsgeburt auf der Erde dieses äußere Sinnesleben nicht so voll auslebte, wie auch das Kind nicht die volle Menschheit auslebt. Diese [damalige] Menschheit kam [erst] durch die Mysterien zur vollen Menschheit. Aus zwei Stücken setzt sich die gesamte alte Kultur zusammen: aus dem, was man erlebte, indem das Innenleben erkraftet wurde, oder aus dem, was man erlebte, indem man das ganze große Weltall in seinen grandiosen Zuständen erschaute und sich so sagen konnte: Das alles tendiert, zieht hin nach dem Menschen, nach dem, was ich als Geistig-Seelisches in mir habe. — Namentlich der letztere Mysterienschüler blickte so hinaus nach den Weltenweiten, dass er sagte: Da draußen in den Weltenweiten ist dasjenige, was über mich kommen muss, was in mich eindringen muss, wenn ich mich im vollsten Sinne des Wortes als Mensch erkennen soll. Ich lebe auf der Erde und kann nicht hinausblicken in die Weiten der Welt. Doch kommt aus den Weiten der Welt der Geist über mich, dann kann ich im vollsten Sinne des Wortes mich als Mensch betrachten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Von Jesus zu Christus","site_heading":null,"date":"1913-11-15","location":null,"word_count":220,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69c/1913-11-15/p030","paragraph_aligned":true}],"translation_faults_against":[{"locus":"GA 69c/1913-11-15/p030","lang":"en","edition":"English","translation":"rsarchive SOL2024 edition (translator not named in the project's credits)","kinds":["reversal"],"note":"This sentence reverses the German. In the German the pupil of the second kind of mystery says: I live on the earth and cannot look out into the expanses of the world; yet when the spirit comes over me out of those expanses, then I can regard myself as man in the fullest sense of the word. The translation says 'the spirit cannot come to me, and I cannot really know myself as man'.","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69c/1913-11-15/p030?edition=English"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}