{"corpus":"steiner","locus":"GA 69c/1913-11-15/p033","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man könnte nun Folgendes sagen: Nehmen wir an, es wäre möglich, dass irgendein Mensch gar nichts von einem Evangelium wüsste, dass man ihm vorenthalten hätte, in die christliche Kultur hineinzublicken; nehmen wir an, er träte heute hinein in die geistige Welt, nur durchdrungen von der Geisteswissenschaft, dann würde er dasselbe, was ich jetzt als Voraussetzung entwickelt habe, in sich entwickeln können. Er würde sich sagen müssen: Es trat einmal ein solcher Punkt in der Menschheitsentwicklung ein. Die Menschheitsentwicklung ist vorangegangen; die Menschen haben sich ein geistiges Wesen bewahrt. Und das konnte nur dadurch geschehen, dass in die Erdenentwicklung etwas hineingekommen ist, was früher nur der einzelne Mensch aufgenommen hatte. — Ich müsste allerdings viele Vorträge halten, um all das auszuführen. Wenn man alles zusammennimmt, was die Geisteswissenschaft bietet, so findet man eine Notwendigkeit, die sich in einem Lehrsatz kennzeichnen lässt: Notwendig war, dass in einem angedeuteten Entwicklungspunkt der Menschheitsentwicklung ein Wesen da war, welches das hereinnahm, was früher den Mysterienschülern hereinzunehmen möglich war, es hereinnahm durch die Kraft des Seeleninnern, durch die höchste Kraft des Seeleninnern. Mit anderen Worten: Es musste ein Mensch auftreten in der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit, welcher in seinem früheren Leben auf der Erde das aufgenommen hatte, was durch jene Mysterienentwicklung innerlich wirkt, innerlich die Seele bereit macht, um das Äußere, was die andere Mysterienart im Menschen gab, unmittelbar zu erfassen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Von Jesus zu Christus","site_heading":null,"date":"1913-11-15","location":null,"word_count":225,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p033","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p033"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69c/1913-11-15/p033","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}