XIV. Wie kann man von übersinnlichen Welten wissen?

GA 69d/1913-03-09/p017 ·1913-03-09 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Im Anhang Notizen und Berichte von weiteren Vorträgen» (In the appendix, notes and reports of further lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Und ein anderes kommt dazu, das ebenso die Seelenwinterzeit, das gewöhnliche Wachen, charakterisiert. Wir wissen ja, dass die Denkgewohnheiten der letzten Jahrhunderte den Materialismus [hervorgebracht haben], nobler [gesprochen, aber] das Wort missbrauchend, [den] Monismus. Diese Weltanschauung hat nur einen Wert bei dem Leben, das äußerlich zu konstatieren ist. Geisteswissenschaft zeigt, dass hinter alledem der Geist lebt, und [dass] man nur tief genug in die Dinge hineinkriechen muss, um hinter alledem den Geist zu finden. Wenn die Seele sich im Ernste so erzieht, wie [es] eben charakterisiert [worden ist], dann kommt sie zu einem Punkt, der außerordentliche Seelenerlebnisse darstellt, und der zeigt, warum der Mensch zum Materialismus, Monismus und so weiter kommt. Dann also — wie in meiner Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» geschrieben ist -, wenn er eine neue Welt aufsprießen fühlt, dann kommt ein gewisser Moment, wo die Seele ein Ähnliches gegenüber dieser neuen Welt fühlen muss, wie sie [es] fühlt gegenüber dieser sinnlichen Welt. Demgegenüber ist notwendig, dass der Mensch, wenn er Dinge beobachtet, in vollster freier Willkür die Fähigkeit entfalten kann, dass er den Blick hinrichten kann und ihn auch wiederum abzulenken vermag. Man bedenke nur einmal, [wie es wäre], wenn der Mensch ihn [den Blick] nicht willkürlich wieder wegzulenken vermöchte, sondern fasziniert, zwangsmäßig [ihn] nicht wieder weglenken könnte von den Dingen der sinnlichen Welt. In derselben Lage wäre eine Seele, die [das], was durch ihre Übungen vor ihr erscheint, einfach vor sich stehen lassen müsste. Denn das ist nicht [bloß], wie wenn man in der sinnlichen Welt den Blick wegwendet — damit ist es nicht getan. Das muss in Betracht kommen, dass der Geistesforscher imstande ist, alles, was an neuem Seeleninhalt herbeigeführt worden ist, auszulöschen, wegzulöschen. Das entspricht dem Weglenken eines Blicks in der sinnlichen Welt.

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