XIV. Wie kann man von übersinnlichen Welten wissen?
Wie gesagt: Das, was notwendig ist zum Beobachten, zum Erkennen, ja sogar nur zum Zugeben der geistigen Welt, zum Anerkennen, das ist Selbsterleben der geistigen Welt. Und wenn [der Mensch] durch die erschütternde Erfahrung das herbeiführt, was eben dargestellt wurde, dass alles abgesondert [wird], was sonst sein Ich war, dann wird in ihm regsam, lebendig, was sonst stumm, schweigsam und schlummernd ist. Was geistig-seelische Wesenheit ist und den Körper mit aufbaut, sich verbindet mit der Vererbungslinie, mit dem, was von Vater und Mutter kommt, was man sich erarbeitet, das sieht man losgelöst, und das ist das Erschütternde, das Bedeutsame. Wenn man aber in einer neuen Wesenheit erwacht ist, dann ist das diejenige, die durch Geburt und Tod hindurchgeht, nicht, was man sonst als sein Selbst betrachtet hat. Was man jetzt erlebt, das ist das, wovon die Geisteswissenschaft spricht, wenn sie von dem spricht, was durch die wiederholten Erdenleben hindurchgeht.
Cite:
GA 69d/1913-03-09/p025 · edition original