XIV. Wie kann man von übersinnlichen Welten wissen?
> Denn nie gab es einen Glauben, der schöner, gerechter, reiner, moralischer, fruchtbarer, tröstlicher und in gewissem Sinne wahrscheinlicher ist, als der ihre. Er allein gibt mit seiner Lehre von der allmählichen Sühne und Läuterung allen körperlichen und geistigen Ungleichheiten, allem sozialen Unrecht, allen empörenden Ungerechtigkeiten des Schicksals einen Sinn. Aber die Güte eines Glaubens ist kein Beweis für seine Wahrheit, obwohl sechshundert Millionen Menschen dieser Religion huldigen, obwohl sie den in Dunkel gehüllten Ursprüngen am nächsten steht, obwohl sie die einzige nicht gehässige und von allen am wenigsten abgeschmackt ist, hätte sie das tun müssen, was die anderen nicht taten: uns unverwerfliche Zeugnisse bringen. Denn was sie uns bisher gab, ist nur der erste Schatten vom Anfang eines Beweises.
Cite:
GA 69d/1913-03-09/p028 · edition original