18. Der Ursprung des Bösen und des Übels im Lichte der Geisteswissenschaft
Tiefer hinein in die Weltverhältnisse und deren Gründe, wo auch das Böse als Positives, als Realität erscheint, wenn es mit dem geistigen Auge untersucht wird, ist der Theosoph und Mystiker Jakob Böhme vorgedrungen. Er blieb nicht bei Begriffen und Ideen stehen, weil er seine gesamten Seelenkräfte zu einer hohen Stufe des Erlebens steigerte und dann fühlte und erlebte, was geistig und göttlich ist. Er erkannte, dass das Böse tief in den Wurzeln des Daseins begründet ist; vor ihn trat redend das gesamte Dasein als ein «Ja» hin, das sich nur an einem «Nein» erfüllen kann.
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GA 69d/1914-03-29/p007 · edition original