18. Der Ursprung des Bösen und des Übels im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 69d/1914-03-29/p014 ·1914-03-29 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Im Anhang Notizen und Berichte von weiteren Vorträgen» (In the appendix, notes and reports of further lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Nur um zu erläutern, sei es betont, dass die geisteswissenschaftlichen Tatsachen zeigen, wie sich das menschliche Leben nicht vorstellen lässt, wenn man es als einfaches Ding erklären will, sondern es ist aufzufassen als ein Durcheinanderspielen verschiedener Welten-Sphären, deren Kräfte in der einen Welt gut, in der anderen schädlich wirken können. Der menschliche Gesamt-Organismus muss andere Kräfte entwickeln in der einen besonderen Lebens-Sphäre als in einer anderen. So kann eine Lokomotive einen Menschen ohne Weiteres überfahren, wenn sich dieser in Verzweiflung vor ihr Räder auf die Schienen wirft und so in Konflikt gerät [m?] den Kräften, die ihm, wenn er als Reisender den Zug benützt hätte, zum Heil hätten gereichen können. Wir werden also gewahr, wie auf der einen Seite Kräfte entwickeln werden müssen, die auf der anderen Seite böse werden und gerade diese können den Menschen in die geistigen Welten hinaufführen; denn in diesen auf der physischen Welt böse wirkenden Kräften walten höhere Kräfte im guten, fördernden Sinne in der ihnen zusagenden Sphäre. Dadurch also wird nun das Böse durchsichtig in seine Bedeutung als ein Verwandlungsprodukt von Kräften im Leben des Menschen, sodass wir endlich zu der Tatsache kommen: Dieses Böse ist die Verkehrung eines höheren Guten in einer diesem nicht zusagenden Wirkungs-Sphäre.

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