{"corpus":"steiner","locus":"GA 69d/1914-05-08/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und vor allen Dingen gelangt man dazu, sehr verehrte Anwesende, wenn man die Sprachkraft emanzipiert, wenn man das, was sonst sich ausgießt in die körperlichen Sprachorgane und dadurch mit dem Leibe sich verbindet, wenn man das innerlich erhält, dann gelangt man dazu, zu erweitern dasjenige, was man «Erinnerung» im gewöhnlichen Leben nennen kann. Wie sie sich in der Seele so zeigt, dass wir zurückblicken auf die Erlebnisse des Daseins bis zu der Zeit, bis zu der wir uns zurückerinnern können, wie da die Erlebnisse heraufsteigen in Form von Bildern und Gedanken des Vergangenen aus Untergründen der Seele, so kommt, wenn die Seele fortschreitet wie geschildert, auch die Zeit, wo aus unbestimmten Untergründen der Seele Vorstellungen heraufsteigen, die nicht solche sind, die ausdrücken, was wir erlebt haben in diesem Leben, sondern die hinausführen aus dieser Welt in eine rein geistige Welt, und es erweitert sich die Seelenkraft der Erinnerung so, dass diese unsere Seele wirklich einen Sinn mit den Worten verbindet: Ich war, bevor ich geboren oder empfangen worden bin von der physischen Materie durch meine Eltern, in einer geistigen Welt; ich habe dort Erlebnisse durchgemacht und ich war weiter zurück in vorhergehenden Erdenleben und ich werde, wenn ich durch die Pforte des Todes schreite, durch eine geistige Welt schreiten; und das, was ich mir in diesem Leben entwickle, ist der Keim zu den folgenden Erdenleben, die ich mit derselben Sicherheit durchleben werde, wie ich dieses Erdenleben durchlebe. - Als eine Tatsache des inneren Erlebens, als Ergebnis des Suchens nach ihrer wahren Wesenheit findet die Seele die wiederholten Erdenleben und die dazwischen liegenden Daseinsformen zwischen Tod und neuer Geburt. Als eine innerliche Tatsache findet die Seele dieses.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"20. Wie findet die Seele ihre wahre Wesenheit","site_heading":null,"date":"1914-05-08","location":null,"word_count":276,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69d/1914-05-08/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69d/1914-05-08/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69d/1914-05-08/p027","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Im Anhang Notizen und Berichte von weiteren Vorträgen","evidence_translation":"In the appendix, notes and reports of further lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}