20. Wie findet die Seele ihre wahre Wesenheit

GA 69d/1914-05-08/p029 ·1914-05-08 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Im Anhang Notizen und Berichte von weiteren Vorträgen» (In the appendix, notes and reports of further lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

So kann das emanzipierte Sprechen, das Leben im inneren Wort, genannt werden eine innere Gebärde, eine innere Geste. So, wie man im äußeren Leben, wenn man lebendig in einer Sache darinnen steht, Gesten braucht — manchmal zu viel, wie ich beim Vortrage -, dann drückt man in Tätigkeit dasjenige aus, was man erlebt; wie man so im physischen Leben in der Geste in Bewegung ist und dadurch ausdrückt, was in einem ist, so muss man bei dem Emanzipieren der Sprachkraft, beim Übergehen in die geistige Welt und in die Vorgänge der geistigen Welt das, was den anderen Wesen gehört, durch innerliche Geste zum Ausdruck bringen. Daraus ersehen Sie den großen Unterschied des wirklichen geistigen Erkennens zum sinnlichen Erkennen. Das sinnliche Erkennen ist passiv, das geistige Erkennen ist aktiv.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/69d/1914-05-08/p029.json
Cite: GA 69d/1914-05-08/p029 · edition original