{"corpus":"steiner","locus":"GA 69d/1914-05-08/p042","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Mag man das als ein Sinnbild oder was immer ansehen, gemeint ist zweifellos dasjenige, was mit menschlicher Freiheit, mit Hochmut und Überhebung und dem Verfall des Menschen in das Böse zusammenhängt - ich will das heute nicht weiter ausführen -, aber wir leben heute, wenn das, was ich sage, auch radikal ausgesprochen das heutige Leben charakterisiert, wir leben heute in einer Zeit, wo man raunen hört ein ähnliches Versucherwort. Wenn man bedenkt, was die sinnliche Wissenschaft — nicht, wenn man sie richtig versteht, sondern wenn man sie missversteht -, hervorbringt, braucht man nur zu charakterisieren, wie so manche Menschen heute glauben, dass der Mensch mit allen seinen auch geistig-seelischen Eigenschaften nichts anderes sei als ein höheres Produkt der tierischen Entwicklungsreihe; und manche Menschen sind stolz darauf, zu sagen: Die Elemente, die im Menschen vorhanden sind, sind auch schon in der Tierheit vorhanden. Moralische Elemente sind nur höher entwickelte tierische Triebe. - Dann müsste etwas eintreten als Konsequenz dieser Weltanschauung, die die Menschen nicht ziehen, aber sie sollten es tun, aber weil sie die Konsequenz nicht ziehen, so merken sie nicht, dass, wenn es so wäre, wenn Naturwissenschaft das wirklich lehrte, was eben angedeutet worden ist, dass der Mensch hervorgegangen wäre aus der tierischen Entwicklungsreihe, dass der Mensch nicht in seinem Moralischen, seinem inneren Seelenleben etwas hätte, was einer ganz anderen Welt entstammt, dann müsste wahr sein das Wort, was man wie von einem neuen Versucher geraunt hören kann, wenn man hinzuhorchen versteht auf die Stimmen der Zeit. Den Versucher kann man ablehnen, denn","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"20. Wie findet die Seele ihre wahre Wesenheit","site_heading":null,"date":"1914-05-08","location":null,"word_count":253,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69d/1914-05-08/p042","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69d/1914-05-08/p042"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69d/1914-05-08/p042","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Im Anhang Notizen und Berichte von weiteren Vorträgen","evidence_translation":"In the appendix, notes and reports of further lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}