IX. Irrtümer der Geistesforschung

GA 69e/1913-01-03/p015 ·1913-01-03 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Derjenige, der so im Leben steht, dass er alles Geistige ablehnt, der im strengsten Sinn Materialist ist, wird nun allerdings gar keine Methode, wie gestern geschildert, auf seine Seele anwenden; alles das gilt ihm als Unsinn und Torheit. Er hat von seinem materialistischen Standpunkt [aus] recht. Derjenige aber, der als Geistesforscher nicht nur die materielle Wirkung im Leben sieht, sondern hineinschauen kann in das Gesamtgetriebe des Lebens, in die geistigen Kräfte, die hinter dem Sinnlichen stehen, der weiß, dass es nicht die materielle Meinung ist, die diesen Menschen, der ablehnt alle Methoden der Geistesforschung, nicht zu diesen kommen lässt. Leugnen kann der Mensch, wenn er will, die geistige Welt. Aber diese geistige Welt ist nicht nur in einem abgetrennten Geisterreiche vorhanden, sondern diese geistige Welt ist überall in der sinnlichen, in der materiellen Welt auch vorhanden. Auch in der Materie, die allein der Materialist betrachtet, ist überall Geist vorhanden. Aber dieser Geist, der nur im Materiellen sich auslebt, das ist der Geist, die Kraft, die vor allen Dingen, wenn sie durch den Menschen wirkt - und sie tut das, wenn er die Denkgewohnheiten hat, nur im Materiellen sich zu bewegen -, bewirkt, dass er unfähig wird, überhaupt die Seelenbesinnung, die Seelenrichtung auf den Geist zu lenken. Es steckt in allem materiellen Dasein etwas, was auf uns so wirkt, dass es uns vom Geist abzieht, ablenkt. Da sehen wir, wie der Irrtum wirkt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/69e/1913-01-03/p015.json
Cite: GA 69e/1913-01-03/p015 · edition original