IX. Irrtümer der Geistesforschung

GA 69e/1913-01-03/p026 ·1913-01-03 · original (original)
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Das ergibt sich dann aus der geistigen Welt selbst heraus. Da kommt man darauf, was man als Mensch eigentlich ist; darauf ist man im gewöhnlichen Leben nie gekommen. Wir beschäftigen uns nur schr selten mit uns selbst, wenn wir aber in uns hinuntersteigen, dann treten wir geistig vor uns selbst hin. Diese Selbsterkenntnis ist das, was wir genannt haben «die Begegnung mit dem Hüter der Schwelle». Denn das, was in dem Teil der Seele ruht, der von Leben zu Leben geht, das zeigt sich nicht im gewöhnlichen Leben, und solange es sich nicht zeigt, können wir nicht in die geistige Welt hinein. Im gewöhnlichen Leben verhüllt uns unsere eigene Natur die geistige Welt; im Augenblick, wo wir in die geistige Welt eintreten wollen, müssen wir die genannte Begegnung mit dem Hüter der Schwelle haben, müssen unserer eigenen Wesenheit objektiv entgegentreten, der wir nun in einem wiedergeborenen Sein gegenüberstehen.

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