IX. Irrtümer der Geistesforschung
So können wir sagen, dass im Grunde genommen der moralische Mut das Ausschlaggebende ist auf einer gewissen Stufe der geistigen Erkenntnis, wenn es über die Irrtümer herausgeht, und dann sehen wir es, wie es möglich wird, die Irrtümer zu bekämpfen, wenn wir die Quelle der Irrtümer, unser persönliches Selbst, vor uns hinstellen fühlen. Wenn wir dies können, dann werden wir auch einen gesunden Blick wiederum zurückwenden können in das gewöhnliche Leben; dann werden wir finden, dass sowohl jene dämonischen Mächte wie jene ahrimanischen Mächte, welche den Materialismus inspirieren, und auch die schwärmerischen Mächte, dass alle diese geistigen Mächte und geistigen Wesenheiten die Offenbarungen der geistigen Welt sind. Wir stehen dann erst der vollen Wirklichkeit gegenüber. Dann erst gewinnen wir ein gesundes Urteil über diejenigen, welche in Irrtümer der Geisteswissenschaft verfallen, dass sie im geschichtlichen Verlauf der menschlichen Entwicklung nicht an wirklich geistige Mächte - Kräfte - glauben wollen, sondern reden von Ideen, welche den Lauf der Geschichte lenken.
Cite:
GA 69e/1913-01-03/p029 · edition original