{"corpus":"steiner","locus":"GA 69e/1913-01-03/p047","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Rudolf Steiner: Der Frage liegt zugrunde, dass der Fragesteller eine Ruhe, wie sie hier gemeint wird, vielleicht als etwas Wünschenswertes ansieht. Was kann mit dem Begriff der Ruhe hier gemeint sein? Ruhe, die die Ruhe des Todes ist oder irgendeine andere Art des Verhaltens? Es ist nicht herauszubekommen, was hier mit der Ruhe gemeint ist. Bei einem Vortrag können natürlich nicht alle Weltenrätsel gelöst werden, und viele Dinge müssen unbesprochen bleiben. Die Verkörperungen gehen natürlich nicht ununterbrochen fort von Ewigkeit zu Ewigkeit; sie haben einmal einen Anfang genommen, aus rein geistigem Dasein, und am Ende der Erde werden wir in einem anderen geistigen Zustand sein, nicht mehr zum Erdendasein zurückkehren. Aber in der Zwischenzeit müssen wir Verkörperungen durchmachen. Die wiederholten Erdenleben sind schon notwendig, weil der Mensch nur dadurch dem allseitigen Ausbilden und der Entwicklung des in ihm Liegenden sich nähern kann [und] sich seinem Ziel in auf- und absteigender Wellenlinie nähert. Das ist eben der Lauf der Erdenentwicklung; die Erde bleibt sich niemals gleich nach einer gewissen Anzahl von Jahrhunderten; man bedenke, was sich alles geändert hat, nicht nur in der Kultur, seit der Begründung des Christentums! Man erlebt ja große Zwischenräume, nicht kurze, zwischen zwei aufeinanderfolgenden Erdenleben. Die Seele ist deshalb in der Lage, immer Neues zu erfahren.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"IX. Irrtümer der Geistesforschung","site_heading":null,"date":"1913-01-03","location":null,"word_count":210,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69e/1913-01-03/p047","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69e/1913-01-03/p047"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69e/1913-01-03/p047","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"authorship":{"kind":"dialogue","is_steiner":true,"speaker":"Rudolf Steiner","note":"A labelled turn in a transcript: this passage is Rudolf Steiner's own speech, not a questioner's."}}