XI. Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung
Aber den Geist kann man nicht herabholen durch äußerliche Mittel, sondern nur durch reine Seelenerlebnisse. Das Kennenlernen des Seelischen ist rein innerlich, durchaus nur durch innerliche Methoden möglich. Das eigene Denken, Fühlen, Wollen kann erkraften durch Verstärkung der Denkkraft, die im wachen Zustand an die äußeren Sinne gebunden ist. Man kann sie verschärfen durch Mittel, genannt Meditation und Kontemplation. Zunächst sind sie anzuwenden auf die Denkkraft, wenn man sich aus dem innersten Willen heraus auf Gedanken konzentriert, die nicht durch äußere Anregungen entstehen. Diese Gedanken wirken selbsterzieherisch so, dass sie uns die Denkkraft verstärken, durch sinnbildliche Vorstellungen - wie zwei Gläser - zur Verstärkung des Seelenlebens. Das ist so, wenn es auch verrückt, unsinnig genannt wird. Doch besteht im Leben etwas, worauf es sich bezieht: die Liebe. Das ist wie die Geometrie. Diese arbeitet auch mit Sinnbildern, Symbolen - [wie bei einer] Medaille.
Cite:
GA 69e/1913-05-14/p009 · edition original