XVIII. Die Geisteswissenschaft und die Geistigen Ziele Unserer Zeit
Wenn man immer weiter fortsetzt solche innere Übungen des Seelenlebens, dann kommt einmal der Tag heran, an dem man einen Sinn verbinden kann mit den Worten, die sonst bloß Phrase sind: Jetzt weiß ich, dass ich denke, auch wenn ich nicht mit dem Gehirn denke; jetzt weiß ich, dass ich denken, innerlich vorstellen kann, auch wenn ich mich dazu nicht meines Leibes bediene; jetzt weiß ich, was es heißt, herauszugehen aus dem Leibe, sich fühlen und erleben im Geistig-Seelischen. Das wird erreicht. Und wenn jemand mit dem Geistig-Seelischen aus dem Leiblich-Physischen geht, so hat er ganz andere Eigenschaften, ganz andere Tatsachen im inneren Erleben, als der Mensch innerhalb seines Leibes hat. Wie jemand sagt, man kann den Wasserstoff aus dem Wasser herausziehen, dann hat der Wasserstoff die Eigenschaften eines Gases, das brennt, gerade so kann man vom Standpunkt eines Alltagsmaterialisten lachen über das, was der Geistesforscher erlebt, wenn er durch lange, energische Übungen dahin gelangt, sein Geistig-Seelisches aus dem physischen Leib herauszuheben. Es klingt wie leere Phrasen, wenn er davon spricht. Und doch möchte ich den Fortgang beschreiben; wenigstens in Einzelheiten.
Cite:
GA 69e/1913-12-01/p026 · edition original