XVIII. Die Geisteswissenschaft und die Geistigen Ziele Unserer Zeit

GA 69e/1913-12-01/p027 ·1913-12-01 · original (original)
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Dasjenige, was der Geistesforscher erlebt, wenn er die Übungen fortsetzt, ist in der Tat so ganz paradox, dass er fühlt von einem bestimmten Moment an: Ja, früher war dein Denken so, dass du gerade jetzt sagen musst, um zu denken, musstest du dich deines Gehirns bedienen —; jetzt fühlt der Geistesforscher, dass er eigentlich außerhalb seines Gehirnes denkt. Er fühlt, wie wenn er mit seinem jetzigen, vom Gehirn emanzipierten, gleichsam erlösten Denken sich wie eine Sonne umkreisend im Geistigen bewegen könne. Er erlebt sich so, dass er jetzt sogar weiß: Die Art, wie er sonst denkt, die läuft jetzt wie automatisch ab, sie ist an das Gehirn gebunden. Man bekommt von einem bestimmten Augenblick an ein ganz bestimmtes Wissen darüber: Wenn du in deinem jetzigen Zustande bist, so musst du zurückschlüpfen in dein Gehirn, wenn du dich wiederum des Gehirns bedienen willst. Man nimmt sein Gehirn wahr wie ein Äußeres neben sich, wie man sonst einen äußeren Gegenstand, einen Tisch, einen Stuhl neben sich hat.

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