XVIII. Die Geisteswissenschaft und die Geistigen Ziele Unserer Zeit

GA 69e/1913-12-01/p034 ·1913-12-01 · original (original)
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Noch etwas ist loszutrennen von unserer Betätigung. Das ist aber schwieriger zu verstehen. Ich möchte es in einfachster Art ausdrücken, was ich da meine. Wenn wir uns an unsere Kindheit erinnern, müssen wir sagen: Wir waren in der Kindheit alle vierfüßige Wesen. Wir gingen auf allen vieren. Wir haben durch eine eigene, innere Tätigkeit, die ganz gewiss ausgeübt worden ist, die aber den Menschen keine Erinnerung an ihre Innerlichkeit zurückgelassen hat, uns aufgerichtet. Und man soll sich nur einmal vergegenwärtigen, was der Mensch als Kulturwesen der Erde dadurch ist, dass er hinaus in die Himmelssphäre schaut mit seinem Antlitz! Das hat seine ganze Richtung im Raume geändert. Der Mensch hat sich zu dem Wesen, das er ist, erst selber gemacht. Jenen inneren Antrieb wieder erleben im späteren Leben, der uns dazumal beseelt hat, als wir uns zum aufrechten Wesen machten und uns dadurch erst zum Menschen formten, den sollen wir in unserer Seele wieder betätigen.

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