XIX. Theosophie Und Antisophie
Das, was da aufgehört hat von diesem bestimmten Zeitpunkt an im gewöhnlichen menschlichen Erleben, was da ins Unterbewusstsein hinuntergedrängt wird, damit er seine Aufmerksamkeit während des physischen Lebens auf das Spiegelbild verwendet, das muss der Geistesforscher wieder heraufholen in dasjenige, was ein Bruchstück der menschlichen Organisation selber erst erarbeitet während der Keimeszeit und später während der Zeit, nachdem der Mensch geboren ist, bis zu dem Moment, wo das Selbstbewusstsein auftritt. Zweierlei steht sich da gegenüber: das alltägliche Leben, wo der Mensch nur mit dem Spiegelbilde zu tun hat, während im Unterbewusstsein bleibt das wirklich reale Erleben des Geistig-Seelischen. Was der Geistesforscher zu tun hat, das ist das Heraufholen desjenigen, wovon man sonst nur ein Spiegelbild im täglichen Erleben hat.
Cite:
GA 69e/1914-01-27/p024 · edition original