XIX. Theosophie Und Antisophie
Nun muss man eines bedenken: Es liegt in der Natur des Menschen, dass dieser Mensch in das alltägliche Leben so hineingestellt ist, dass er die Kräfte nur in der ersten, zartesten Kindheit in seinen Leib hereinschickt, bis zu dem Zeitpunkt, wo das Traumleben sich verwandelt in das vollbewusste gewöhnliche Tagesleben, wo der Mensch die Spiegelung seines Seelenlebens wahrnimmt. Alles, wodurch der Mensch im äußeren Leben tüchtig ist, wodurch der Mensch im sozialen Leben feststeht, wodurch er die gewöhnliche Wissenschaft zustande bringt, das beruht darauf, dass er von dem charakterisierten Kindheitsstandpunkte an die Kräfte für das äußere Leben nicht mehr verwendet, die dann sich nur spiegeln können, die er vor diesem Zeitpunkt verwendet hat für die Ausgestaltung des Physisch-Leiblichen.
Cite:
GA 69e/1914-01-27/p025 · edition original