XIX. Theosophie Und Antisophie

GA 69e/1914-01-27/p029 ·1914-01-27 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun kann sich da die antisophische Stimmung noch ein zweites Mal entzünden, weil der Weg der Geistesforschung nicht besonders leicht ist. Was geschieht, wenn der Mensch dazu kommt, ein Seelisch-Geistiges leibfrei zu machen, herauszuschlüpfen gleichsam aus dem Physisch-Leiblichen? Dann treten vor seine Seele Wahrnehmungen hin, die nicht mehr die Wahrnehmungen der äußeren Sinne sind, Gedanken, die nicht mehr Gedanken seines gewöhnlichen Verstandes sind. Dann versinkt genau wie im Einschlafen die alltägliche Sinneswelt. So versinkt ins Unbestimmte die äußere Welt. Aber nicht die Finsternis des Schlafes taucht auf, sondern eine neue Welt, eine Welt, die im richtigen Sinne verstanden werden muss, wenn sie nicht missverstanden werden soll.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/69e/1914-01-27/p029.json
Cite: GA 69e/1914-01-27/p029 · edition original