{"corpus":"steiner","locus":"GA 69e/1914-01-27/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn der Geistesforscher in Geduld und Energie lange genug geübt hat, um seine Seele loszumachen - um den Ausdruck zu gebrauchen -, gleichsam sie herauszustellen aus dem Leibe, dann ist das Erste nicht, dass man gleich innerhalb einer Summe von geistigen Tatsachen und Wesenheiten ist. Aber man fühlt sich gleich in einer anderen Welt. Man weiß von einem gewissen Moment an, was es heißt, außerhalb seines Leibes in einem Geistig-Seelischen zu sein. Es tritt dadurch auf, dass man beginnt, mit einer Art von innerer Seelentätigkeit traumhafte Vorstellungen zu haben, so, wie der Nachtschlaf durchbrochen werden kann von Träumen, die sich hineinmischen in den Nachtschlaf und von denen wir wissen, dass sie nicht in gewöhnlicher Weise durch äußere Dinge veranlasst sind. Es treten Bilder auf, die der, welcher nichts davon versteht, für Hirngespinste halten wird, von denen aber der Geistesforscher weiß, dass, wenn sein Geistig-Seelisches in richtiger Weise entwickelt wird, nicht so entwickelt, wie die heutige Menschheit die Evolution versteht, sondern so, dass die Seele sich aus der Tiefe ihres natürlichen Wesens heraus entwickelt, dass er dann in einer neuen Welt ist. Man hat da um sich Bilder, die man nie gesehen hat, Eindrücke, die man nie gehabt hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XIX. Theosophie Und Antisophie","site_heading":null,"date":"1914-01-27","location":null,"word_count":198,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69e/1914-01-27/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69e/1914-01-27/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69e/1914-01-27/p030","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}