{"corpus":"steiner","locus":"GA 69e/1914-01-27/p037","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Daher sind viele Menschen antisophisch gestimmt. Das ist aber im Grunde genommen nicht böser Wille, nicht etwas, das man den Menschen stark zuschreiben kann, sondern das ist die Sehnsucht des Menschen, sich gegenüber der Furcht zu betäuben. Das ist es, was sie zu antisophischer Stimmung hintreibt. Es ist nicht im uneigentlichen Sinne gesprochen, wenn irgendwo für die Geisteswissenschaft ein Gebäude errichtet wird und in der ganzen Umgebung und auch weiterhin überall die Gegnerschaft sich geltend macht. Daher geht die antisophische Stimmung aus dem hervor, aus dem die Leute sich betäuben wollen gegenüber ihrer eigenen Fähigkeiten, in die geistige Welt einzutreten. Weil die Menschen nicht diese Furcht überwinden können, werden sie antisophisch gestimmt. So, wie der Mensch sich etwas einredet, um etwas anderes nicht zu Gesicht, nicht ins Bewusstsein heraufkommen zu lassen, so würden auch die Menschen das, was in ihrem Unterbewusstsein ist, mit ehrlichen Worten so sagen müssen: Wir fürchten uns vor der geistigen Welt, daher darf für uns die geistige Welt nicht vorhanden sein. Die Folge davon ist, dass dieser Mensch die Geisteswissenschaft für Unsinn, Phantasterei, Träumerei, für unnötig erklärt, dass er allerlei Dinge erfindet, um sie anzuschwärzen. Das sind Mittel, um sich zu betäuben die Furcht - die Furcht, die man selbstverständlich, wenn man redet, nicht versteht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XIX. Theosophie Und Antisophie","site_heading":null,"date":"1914-01-27","location":null,"word_count":209,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69e/1914-01-27/p037","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69e/1914-01-27/p037"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69e/1914-01-27/p037","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}