XIX. Theosophie Und Antisophie

GA 69e/1914-01-27/p052 ·1914-01-27 · original (original)
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Wenn wir so betrachten die menschliche Seele mit ihren anti- und theosophischen Stimmungen, die beide notwendig in der menschlichen Seele da sein müssen, wie wir das heute getan haben, dann kann man sagen, man steht durchaus begreifend allen Gegnern und Feinden der Geisteswissenschaft gegenüber. Wehren muss man sich gegen sie, aber man begreift sie. Und das Begreifen kann sogar zum Mitleid übergehen, weil zumeist die Gegnerschaft nichts anderes ist als ein Betäubungsmittel gegenüber der Furcht, die den Menschen befällt, wenn er zunächst in die geistige Welt dringen will und nicht vorbereitet ist. Der Antisoph fühlt nicht, dass er diese Furcht hat, aber sie ist in seinem Unterbewusstsein vorhanden. Und er stellt sich an die Seite desjenigen, der im achtzehnten Jahrhundert als ein Philosoph der antisophischen Strömung geantwortet hat. Haller, der große Weise, der auch hier in der Schweiz genügend bekannt ist. Man wird ihn gerade, so wie andere Menschen, lieber anführen als kleinere Gegner, weil er einer der größten auf seinem Gebiete war. Weil in seiner Seele, gerade um dasjenige zu erringen, worin er groß geworden war, nämlich als Naturforscher auf den äußeren Gebieten, die antisophische Stimmung immer größer geworden ist, sagt er:

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