XIX. Theosophie Und Antisophie
Der Theosoph sagt: Der Mensch ist im Inneren seines Wesens das, was sein Geistig-Seelisches ist. Das Geistig-Seelische triumphiert über den Leib, [es ist das], was im Tod den Leib überwindet und durch den Tod in die geistige Welt geht, um durch den Tod die geistige Welt zu erleben und zur weiteren Entwicklung durch eine neue Geburt wieder in den Leib zurückzukommen! Der Mensch kann in seinem Kern leben, und wenn er in seinem Kern lebt und nur diesen erlebt, dann erlebt er das Geistig-Seelische, das durch die Welt webt und wogt. Wie wir uns durch unseren Leib als Instrumente und Kräfte in der ganzen physischen Welt drinnen befinden, so befinden wir uns, indem wir das Innerste unserer Seele erleben, im Geistig-Seelischen der Welt drinnen, im Kern. Und wenn auch nicht jeder ein Geistesforscher werden kann, so ist doch die Seele des Menschen auf Wahrheitserkenntnis veranlagt. Wenige Menschen nur brauchen Geistesforscher zu werden. Aber auch wer nicht selbst Geistesforscher ist, bei dem ist das gewöhnliche Menschendenken, wenn er nur sich selbst prüft, in der Lage, alles zu verstehen, was der Geistesforscher sagt, wenn der Mensch das anwendet, was über die Seelenentwicklung angedeutet worden ist.
Cite:
GA 69e/1914-01-27/p058 · edition original