XX. Geisteswissenschaft in ihrem Verhältnis zu religiösen und sozialen Strömungen der Gegenwart
Es ist selbstverständlich, dass sich demgegenüber so mancher unsicher fühlt, der den sicheren Boden menschlichen Wahrnehmens und Beobachtens, menschlichen Philosophierens immer dadurch gesucht hat, dass die Seele sich der Sinne bedient und des Verstandes, der an das Gehirn gebunden ist. Es entsteht für diesen ein Gefühl der Unsicherheit, so, wie wenn ihm der Boden unter den Füßen weggezogen würde, nur noch in viel höherem Maße, als das damals in der Morgenröte des neuen Geisteslebens der Fall war.
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GA 69e/1914-03-13/p007 · edition original