XX. Geisteswissenschaft in ihrem Verhältnis zu religiösen und sozialen Strömungen der Gegenwart

GA 69e/1914-03-13/p015 ·1914-03-13 · original (original)
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Ich möchte nicht in Abstraktionen sprechen, sondern auf das aufmerksam machen, was der Geistesforscher im Konkreten erlebt. Er erlebt durch Hingabe an ganz bestimmte Gedanken, die er denkt, dass sich die Gefühle und Willensimpulse zusammendrängen, und er bewirkt dadurch, dass die Seele frei wird vom Leibe. Er erlebt das gleichsam wachend, was sonst nur schlummernd und unbewusst erlebt wird. Er fühlt zunächst, wie die äußere sinnliche Welt, die Welt der Farben, des Lichtes, der Töne beim Einschlafen hinschwindet. Der Mensch fühlt dann, dass seine Gedanken, von denen er mit Recht gesagt hat: Diese Sinneseindrücke erfasse ich mit ihnen -, dass seine Gedanken etwas werden wie von ihm sich loslösend. Und eine neue Welt geht vor ihm auf.

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